Gedanken über Flaggen 🇧🇼

Nun bin ich schon ein paar Tage hier in Botswana und hatte das ein oder andere Mal Zeit und Gelegenheit mir Gedanken über Gemeinsamkeiten und Unterschiede gegenüber Deutschland zu machen. Über die ganz Offensichtlichen wie zum Beispiel die Natur, Temperaturen, Pünktlichkeit, die Menschen usw. wurde in den letzten Einträgen sicherlich schon ausführlich berichtet. Was mich beschäftigt ist etwas Anderes, nicht so offensichtliches, was einem, der nicht direkt darauf achtet, vielleicht nicht sofort ins Auge fällt. Es geht hierbei um die botswanischen Nationalflagge und Farben. Anders als in Deutschland musste ich hier nicht lange suchen, um eine Nationalflagge zu entdecken. Schon eine kurze Fahrt durch Maun reicht, um mehrere der blau, weiß und schwarzen Flaggen zu begegnen. Ob Schule, Regierungsgebäude oder Gefängnis, immer weht die Flagge im Wind. Auch vor manchem Privathaus, Geschäft oder Hotel ist die Flagge zu finden. Und selbst Baumstämme, Mauern, Mülleimer und Bushaltestellen werden mit den Nationalfarben geschmückt.
Insgesamt scheint es einen ausgeprägten Stolz auf das eigene Land und Kultur zu geben. So wird man beispielsweise in Thari E Ntsho mit den folgenden Satz begrüßt, der an einer Hauswand steht: „Botswana our pride, your destination.“
Ich werde meine Augen weiter geöffnet halten und freue mich darauf, weitere Beispiele bezüglich des Umgangs mit den eigen Farben zu finden.

R.

Straßen und Pisten

Auf dem 60 km langen Weg nach Kaziikini habe ich während der Fahrt die Stadt und die Straßenverhältnisse beobachtet. Mir ist aufgefallen, dass die Stadt keiner Stadt in Deutschland entspricht, sondern eine Streusiedlung ist.

Unter einem typischen Stadtbild stelle ich mir aneinander gereihte Häuser oder Hochhäuser vor mit reichlichen Läden in der Nähe. Hier ist es das komplette Gegenteil, da die Häuser viel Freiraum zwischen den Anderen haben und einem Dorf auf dem Land in Deutschland ähnelt. Außerdem ist schwierig einzuschätzen, wann eine Stadt anfängt oder endet, weil es keine offensichtlichen und klaren Ortsschilder gibt im Vergleich zu Kiel, wo jeder Stadtteil mit einem Ortsschild ausgeschildert ist.
Anders ist auch die Verwendung der Straßenschilder, die hier selten vorkommen oder aus unserer Sicht kaum zu sehen sind und auch nicht so beachtet werden können. Aufgrund der allgemeinen Verhältnisse in Maun und der Umgebung kommt es z.B. jeden Tag mehrfach vor, dass die freilaufende Tiere wie Esel, Kühe oder Warzenschweine die Straße überqueren, sodass die Geschwindigkeit nicht eingehalten werden kann und die Hupe oft zum Einsatz kommt.

Diese Situation würde nur in Kiel/Deutschland vorkommen, wenn es z.B einem Wildwechsel geben würde, der auch gekennzeichnet ist.
Noch einmal auf die Geschwindigkeitsbegrenzungen zurückzukommen. An diese wird sich hier generell nicht gehalten und es wird so schnell gefahren, wie einem lustig ist. Wie gesagt, meistens weiß man auch nicht, wie viel eigentlich erlaub ist. Der Grund weshalb ich mich hauptsächlich auf die Geschwindigkeitsschilder beziehe ist, weil es auf den „normalen“ Straßen fast keine anderen Schilder gibt, die benutzt werden oder notwendig wären. Dass ist auch nochmal ein Unterschied zu den Straßen, die nicht so gut befahrbar sind und auf diese komme ich jetzt nochmal zu sprechen.

Die Straßenverhältnisse verändern sich fast jede 5 km, mal fahren wir auf Straßen mit Asphalt und mal nur auf Sandwegen, sodass ich keine Zeit hatte mich an diese Straßenverhältnisse mit riesigen Löchern, die zum Teil mit Wasser gefüllt waren und Hügeln zu gewöhnen oder mich zu entspannen. Deshalb musste ich mich die ganze Zeit darauf konzentrieren, dass mir nicht schlecht wird. Eine witzige Situation möchte ich erwähnen, die währenddessen vorgekommen ist. Eins der Wasserlöcher, durch das wir fahren mussten, war so tief, dass die Windschutzscheiben zweier Fahrzeuge und auch das darauf transportierte Gepäck danach so von Schmutz und Wasser bedeckt waren, dass kein Blick durch die Scheiben mehr möglich war und eine kurze Pause gemacht werden musste.

Umso weiter wir Richtung Kaziikini gefahren sind, desto minimalistischer wurde der Häuserbau, bei dem die Häuser keine Verkleidung mehr hatten, sondern nur aus einzelnen Ästen und einem Dach aus Stroh bestanden, wodurch der richtige Schutz vor unterschiedlichen Wetterverhältnissen nicht mehr bestehen würde und desto weiter war außerdem auch der Abstand zwischen den einzelnen Häusern.
Anhand dieser Dinge vermute ich, dass die Stadtentwicklung in Maun/Botswana in sehr kleinen Schritten voranschreitet oder sogar, im Gegensatz zu Deutschland, möglicherweise sogar stehen geblieben ist. Nach der langen Fahrt und meiner Auseinandersetzung mit der Stadt und den Straßenverhältnissen sind wir dann auch endlich in Kaziikini angekommen und konnten all unser Gepäck ausladen und unsere Zelte aufbauen.

Lg Kim

Gamedrive

Auf den ersten beiden Touren durch die afrikanische Wildnis konnte ich Unmengen an Fotos mit meiner großen Spiegelreflexkamera schießen, die auf unserer Reise nun erstmalig zum Einsatz kam. Bisher reichten die Handys, das Tablet und die kleineren Kameras locker aus. Das lange 300 mm Objektiv macht die Kamera eher unhandlich und störend, wenn nicht fotografiert wird. Ich hatte mich zuhause schon gefragt, ob ich das sperrige Teil mit dem zugehörigen Rucksack überhaupt mitnehmen soll, schließlich nimmt dieser den größten Platz im Handgepäck ein.

Nach der Ankunft in Kaziikini und dem Aufbau der Zelte machten wir unsere erste Tour. Zunächst fuhren wir ein paar Kilometer die Schotterpiste entlang, um dann in den Busch hinein abzubiegen. Lothar fuhr das über zwei Tonnen schwere Geländefahrzeug, ich saß auf dem Beifahrersitz. Hinter uns saßen in zwei Reihen einige Teilnehmer. Die anderen fuhren mit Peter, einem seit 40 Jahren in Botswana lebenden Amerikaner mit botswanischer Staatsangehörigkeit, auf seinem offenen Pick-up. Die Jugendlichen hatten durch die erhöhte Position – alle standen auf der Ladefläche des ohnehin schon reichlich hohen Fahrzeugs – einen tollen Aus- und Überblick über die fantastische Landschaft, welche ganz den Vorstellungen entspricht, die wir von Afrika haben.

Die Fahrspuren der Trails sind kaum zu erkennen, aber Peter kennt die Gegend wie seine Westentasche. Es dauert auch nicht lange, bis Nr. One of the „Big Five“ gesichtet wird, ein riesiger Elefant, der ca. 500 m entfernt auf der hier etwas weitläufigeren Landschaft steht und zu fressen scheint. Wir sind noch weit genug entfernt und er scheint auch nicht sonderlich an uns interessiert zu sein. Wir fahren einen weiten Bogen und kommen ihm dabei langsam etwas näher. Aus größerem Abstand gelingt es mir mit dem Zoomobjektiv der Kamera einige tolle Bilder von ihm zu machen. Das Licht ist um ca. 17 Uhr in Botswana ideal dafür .

Dies Foto stammt von Vini, ist also nicht mit der Spiegelreflexkamera geschossen worden.

Wir fahren weiter und haben die Gelegenheit weitere Fotos zu schießen, Giraffen, Zebras und Impalas bekommen wir auch zu sehen. Tolle Motive, die Lust auf mehr machen. Zufrieden kehren wir ins Zeltcamp zurück. Vier von den „Big Five“ fehlen noch: Löwe, Nashorn, Leopard und Büffel.

Gut, dass ich mich für die Mitnahme der Kamera mit großem Objektiv entschieden habe!

Torsten

Besuch von fast ganz oben

Mittwoch der 04.04.2018

Der Tag begann eigentlich wie jeder andere mit harter Feldarbeit.

Nach dem Mittagessen „warfen wir uns in Schale“ und versammelten anschließend auf der Freilichtbühne. Vor diese Bühne standen viele Bänke und Stühle, die wir zuvor bereit gestellt hatten.. Die Stühle sind selbstgemacht und bestehen aus zwei zusammengeschraubten und bemalten Autoreifen, die zum Sitzen mit Seil bespannt sind. Es gab es ein Buffet bestehend aus Sandwiches, dazu Käse und „Kinderwurst“, ganierte Eier, zusammen mit Chips, „Fat Cakes“ (ähnlich wie Quarkbällchen) und Scones. Zudem gab es Cola, Kaffee und Tee.

Nach einer kleinen Wartezeit kamen dann auch die Ehrengäste: der District Commissioner of Ngamiland, zwei Leute des Gefängnises, zwei Leute der „Agrar Culture“, ein katholischer Priester, der Chief Matlhare (vergleichbar mit dem Bürgermeister), der Chief von Disaneng, die Mutter der Thari E Nsho-Besitzerin Bonty, sowie zwei Journalisten, einer von Radio Botswana und eine Frau von der Zeitung „The Nation“.

Als dann alle versammelt waren, stellten unsere MC, die „Master of cerimonial“, ein Mädchen von uns und einer der botswananischen Jugendlichen, alle wichtigen Redner vor. Zwischen diesen Vorstellungen präsentierte die Gruppe einen zuvor mit allen Teilnehmern gemeinsam einstudierten deutschen Song (Alle die mit uns auf Kaperfahrt fahren) und einen swetswanischen Song (Ga a ya Mathata). Nach all diesen Vorstellungen haben zwei andere Jugendliche der Gruppe in jeweils einer Rede ihre Hintergründe zu diesem Projekt vorgestellt, sowie was sie persönlich bis dahin für sich gewonnen haben.

Leon von der deutschen Seite hatte über seinen bisheriegen Werdegang in Deutschland gesprochen, der botswanische beschrieb, wie sich durch unsere Begegnung seine Meinung gegenüber weißen Menschen geändert hat. Lange hatte er Probleme und Sorgen und wollte eigentlich nur einmal Deutschland sehen, doch mittlerweile ist er sehr angetan von uns. Er erzählte, dass er für Weiße bislang eigentlich nur gearbeitet hatte und dies oft nur zu einem Hungerlohn. Für Ihn war es eine wunderbare und einprägende Erfahrung „das Weiße mit Ihm zusammen den Spaten in die Hand nehmen und ihm bei der Arbeit unterstützen. Sein Beitrag kam von Herzen und berührte sehr.

Nachdem die Reden der Jugendlichen und eine Rede des Department Comissioner zu Ende waren, sind fast alle zu dem Feld gegangen, um sich das Ergebnis unserer Arbeit anzugucken. Dannach war dann das Buffet eröffnet. Nach dem Buffet und lockeren Gesprächen sind die Gäste gegangen.
Aus meiner Perspektive war dies schon sehr ungewöhnlich, denn einige der Gäste wirkten während der Reden gelangweilt, schauten ständig auf ihr Handy. Sogar die Mutter von Bonty machte dabei keine Ausnahme, während ihre Tochter eine Rede hielt. Zudem war das Essen, zum Beispiel das Toast mit der Schinkenwurst und den Chips, in Verbindung mit Cola für Politiker in dieser Position, für mich eigentlich nicht vorstellbar! Könnt ihr euch Daniel Günther, den Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, auf einem Sessel aus Reifen vorstellen? Wie er dabei Chips isst und Cola trinkt und Jugendlichen beim singen zuhört? Aus deutscher Sicht wohl kaum denkbar.
Alles im allen war der Tag trotzdem gut und ich möchte hoffen, dass Thari E Ntsho in Zukunft von offizieller Seite Unterstützung bekommt. In einer der Reden wurde die Wahl des am letzten Sonntag neu gewählten botswanischen Präsidenten erwähnt. Dieser möchte seine (reichen) Mitbürger dazu anregen, Projekte im Sinne „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu initiieren und zu unterstützen, was in Thari E Ntsho nun wirklich stattfindet!

L. R.

Sing Sang

Dienstag, 3.April
Heute haben wir, abgesehen vom täglichen Tagesablauf als Vorbereitung auf den erwarteten Besuch des Department of Crops, des Ministry of Youth, Sports, Culture and Empowerment, Chief of Disana, der Bürgermeister des Distrikts Disana, in dem wir hier leben etc. am folgenden Tag, mit den afrikanischen Jugendlichen gesungen. Dieser kulturelle Austausch hat mir sehr viel Freude bereitet, da es, wie in meinen Vorstellungen aus Filmen oder dem Musical König der Löwen, sehr große Unterschiede zwischen dem Singen in Deutschland und dem Singen in Botswana gibt. Die afrikanischen Jugendlichen haben durch ihre fließenden, zur Musik abgestimmten Bewegungen in ihren Stimmen und im Tanz, ihrer Freude an der Musik und ihre eigene afrikanische Art mehrstimmigen A-Capella zu singen uns sofort in den Bann gezogen und sehr beeindruckt. Anders als in Deutschland wo wir eher alle zusammen gleichzeitig drauf los singen und Bewegungen zur Musik auch eher eine Besonderheit sind ist es hier in Afrika eine Normalität die Musik mit dem ganzen Körper zu leben. Die Lieder, welche uns die afrikanischen Jugendlichen vorgetragen haben, beinhalten außerdem in fast allen Fällen einen gläubigen Hintergrund. Das erste Lied hieß z.B. „Imanuel“ in dem es darum geht, dass Gott immer bei dir ist und seine schützende Hand über dir hält. Des weiteren haben wir „Thonolofatsa“ gesungen was so viel heißt wie „gesegnet sein“. Im Gegensatz dazu haben wir deutschen Jugendlichen Lieder wie „99 Luftballons“ oder „Alle die mit uns auf Kaperfahrt fahren“ zu den Musik-Sessions beigetragen, welche lediglich nach dem Befinden ausgewählt wurden.

Mein Fazit für heute:
Hier in Botswana hat das Singen und vor allem das Singen mit gläubigem Hintergrund einen viel höheren Stellenwert für jede Generation als bei uns in Deutschland.

Mein Highlight des Tages:
Die Stimme von einer der Teilnehmerinnen!
Abgesehen davon ist es mein tägliches Highlight hier in Botswana/Afrika sein zu dürfen und das Leben und vor allem die Traditionen kennenlernen zu dürfen.

Henrike

Ab in den Busch

Donnerstag 05.04

Heute Morgen hat es seit langem mal wieder geregnet, wenn es regnet müssen natürlich alle Netzfenster geschloßen sein. Dadurch das unsere Zelte dunkel grün sind und absolut nichts durchscheint ist es an einem solchen Morgenden absolut finster im Zelt. Das macht das frühe Aufstehen wesentlich schwieriger.

Aufgrund des Regens haben wir heute nicht auf dem Feld gearbeitet.

Stattdessen war zunächst erst einmal Freizeit und einige haben zusammen musiziert und gesungen.

Heute wurden Steine und Sand für die Fundamente der Zeltplätze geliefert. Die meisten sind fertig, aber vier konnten vor unserer Ankunft wegen der heftigen Regenzeit nicht fertig mehr gestellt werden. Also war heute das Befüllen mit Steinen und Sand angesagt. Das war sehr anstrengend, auch wenn es heute nicht so heiß war, wie an den Tagen zuvor.

Einige der jungen Männer haben ihre Liebe zum Holzfällen entdeckt. Es mussten Bäume entfernt werden, um Platz für den LKW mit dem Liefergut zu schaffen.

Heute ist schon leichte Aufregung und der erste Pack Stress zu spüren, morgen werden wir im wahrsten Sinne des Wortes unsere Zelte abbrechen und nach Kaziikini in den Busch fahren.

Wir kommen erst am Sonntag wieder, vermutlich werden wir kein Internet haben und keine Berichte senden können.

Jenny

Harte Kerle mal ganz bunt

Buntes Treiben im Essbereich…

Schwarz, weiß und natürlich auch hellblau… ja, aus diesen Farben besteht die Nationalflagge von Botswana. Grün, gelb, rot und viele Farben mehr stehen auf den langen Tischen. Darum versammelt wiederum alt und jung, von ca. 5 Jahren bis wohl über 60 hinaus. Alle schwer beschäftigt. Einige haben hochrote Köpfe, die selbst die schwarze Hautfarbe nicht verbergen kann. Bei uns Deutschen ist dafür aber nicht die Sonne verantwortlich: 30 Eier sollen ausgeblasen werden… wie in unserer Kindheit.

Lange nicht mehr gemacht, doch bei einigen von uns wird dieser Brauch schon noch praktiziert.

Das bunte Treiben lockt einen großen Teil der Teilnehmer*innen an, vor allem auch die botswanischen, die das noch nie gemacht, ja nicht einmal gesehen haben, an. Bunte Eier sind hier kein Thema, kennt man nur aus dem Fernsehen.

Hohe Konzentration ist angesagt!

Nach einiger Zeit schaue ich mir die ersten Ergebnisse unser botswanischen Freunde an. Unglaublich!!! So filigrane Kunstwerke habe ich noch nie gesehen. Mit viel Fingerspitzengefühl und hoch konzentriert entstehen wahre Kunstwerke. Formen und Farbkombinationen, welche der traditionellen Kunst in Botswana ähnlich sind, ein Zebra, aber auch die botswanische sowie deutsche Fahne und vieles mehr. Besonders nett anzusehen dabei war, dass die großen Jungs sich an der von Diana initiierten Aktion beteiligt und ihren Spaß dabei hatten, von den Mädchen ganz zu schweigen.

Selbst einige Gäste auf Thari E Ntsho konnten sich der Aktion nicht entziehen und machten mit. Zum Ende hin hielten zwei kleine Jungs ihre Kunstwerke auf einem Stiel zum Trocknen fixiert stolz in der Hand und fuhren auf dem offenen Jeep mit ihren Eltern davon.

Bonty bat uns die Eier dauerhaft im Essbereich für alle Thari E Ntsho-Gäste sichtbar aufzuhängen. Sie war davon nämlich total begeistert.

Vielen Dank Diana, für diese tolle Idee!

Torsten

Hippo Easter

Ostermontag, 02.04.2018

Heute haben wir unseren botswanischen Alltag gelebt, außergewöhnlich waren die Osteraktion (Bericht folgt) und das Hippo

Abends kam ein botswanischer Jugendlicher an den Essensplatz und rief: „A Hippo, do you want to see a Hippo?“ Alle die vor Ort waren, liefen mit zum Fluss, um das Hippo (Flusspferd) zu sehen. Wir waren wirklich aufgeregt. Am Fluss mussten wir ganz leise sein, wir konnten aber nur dessen Ohren und die großen Nasenlöcher sehen. Es schwamm in einiger Entfernung vorbei.  Eigentlich haben wir nur einen großen Kopf im Wasser erahnen können, da  es nur große Wellen geschlagen hat. Womöglich waren es zwei, sagten die botswanischen Jugendlichen. Aber wir haben immer nur eins zum Luftholen gesehen. Wir haben gehört, dass ein Nilpferd 15 Minuten unter Wasser bleiben kann. Es war für uns trotzdem sehr spannend ein so exotisches Wildtier in seinen natürlichem Lebensraum zu erlen.

Lg Jenny

Ostern

Wir hatten die Wahl, ob wir mit in die Kirche wollen oder nicht. Alle die sich entschieden haben, mussten früher beim Frühstück sein. Kurz darauf ging es dann in die Kirche (es war eine katholische Kirche). Als wir dort ankamen, ging es auch schon los. Wir hatten gehört, dass Ostern in Botswana anders gefeiert wird, als bei uns. Es wurde viel gesungen, gebetet und einige wiegten ihre Körper im Tackt der Gesänge hin und her. Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich der Pastor bei allen, welche am Gottesdienst teilgenommen haben. Wie schon auf der Hochzeit wurden wir erneut aufgerufen, vor den Anwesenden erwähnt und vom Pastor gebeten aufstehen, also es war mega herzlich. Im Großen und Ganzen war es lebhaft und interessant. Nach dem Gottesdienst standen wir noch vor der Kirche und jeder hat uns nett begrüßt.

Als wir wieder im Camp angekommen waren, hatten wir den ganzen Tag frei und haben uns gesonnt, gegessen und oder einfach nur gechillt.
Am Abend sind wir in die Backpacker Bar, die einige Kilometer vom Camp entfernt ist, gefahren. Dort war es sehr schön, wie in Filmen oder Büchern. Eine offene Bar, direkt an dem Fluss (Thamalakane), der Maun teilt. Im Backpackers haben wir etwas getrunken, die Umgebung erkundet und natürlich auch Fotos gemacht. Was ich erfahren haben ist,dass eine Brücke in der Nähe eine lange Zeit die einzige Verbindung beider Teile von Maun war. Diese Brücke ist sehr alt und wurde schon lange Zeit vor Ankunft der Briten errichtet und ist ein wichtiges nationales Monument.
Als wir den Abend alle so genossen haben, sind wir zurück ins Camp gefahren und haben erst sehr spät Abendbrot gegessen. Danach haben wir den Abend entspannt ausklingen lassen, in einer gemütlichen Runde. Allgemein war es ein sehr spannender, gemütlicher und schöner Tag.

Vini

Hochzeit mit Pick up

Samstag der 31.03.2018

Der Tag begann für mich mit einem leckeren Frühstück aus Cornflakes und Brot, dazu einen schwarzen Kaffee, und der Tag konnte beginnen. Nach dem Frühstück fing ich an eine Einkaufsliste für uns zu erstellen, mit benötigten Vorräten wie z.b. Wasser.
Zeitig ging es dann auch zum Water Shop. Zurück im Camp Thari-E-Ntso war unser Nachmittags Plan klar, wir würden zu einer Hochzeit gehen. Das Hochzeitsgelände war offen und bestand aus Stühlen und Tischen auf einer Wiese, welche nur teilweise weiß waren. Nicht alle von uns konnten sitzen, aufgrund unser großen Anzahl. In der Mitte der Wiese war ein Spalier aus kleinen Holzstämmen, auf jeder dieser kleinen Holzstämme stand eine Vase, gefüllt mit roten und weißen Rosen. Dieses Spalier endete ca. fünf Meter vor einem Podest, auf dem vier Stühle standen. Links und rechts etwas kleinere für die Trauzeugen, in der Mitte zwei thronartige für das Brautpaar. Als die Hochzeit anfing wurden Braut und Bräutigam oder wie es in Setswana (die Landessprache) heißt Monyadiwa und Monyadi von ihren Eltern vor die Stühle entlang des Spaliers geleitet. Dort fingen die frischgebackenen Eheleute dann auch an kurz zu tanzen. Es dauerte nicht lange, dass begonnen wurde, alle Anwesende kurz vorzustellen. Selbst wir als Gruppe wurden vorgestellt, die Betreuer sogar namentlich.
Nach einigen Reden wurde das Buffet eröffnet und das Essen konnte beginnen. Es gab Ochsenschwanz, welcher sehr lecker war. Als das Buffet geschlossen wurde, wurde noch ausgiebig und ausgelassen getanzt und gefeiert. Für mich war das Ganze sehr ungewöhnlich, weil während der Reden Leute von ihren Plätzen aufgestanden sind, am Handy saßen oder einfach nicht zuhörten. Selbst der Monyadi (Bräutigam) stand währenddessen auf und unterhielt sich mit einem der Anwesenden.
Mein persönliches Tageshighlight war eine Autofahrt auf der Ladefläche eines Pick-up. Diese war besonders aufregend, weil dir der Fahrtwind ins Gesicht peitscht, dazu eine fantastische Aussicht auf die Landschaft von Botsuana, war dieses Erlebnis ein absolutes Highlight.

Leon R.