Die Kunst der kleinen Pause

Unser Tagesprogramm hier in Maun für das Projekt war immer sehr voll.
Gartenarbeit, Kreativarbeit, Recherche der SDG‘s, sowie Campdienst und Küchendienst. Da war nicht besonders viel Zeit um mal auszuschnaufen und die „Seele baumeln zu lassen“ oder mal richtig zu „chillen“.
In den ersten Tagen nach unser Ankunft waren noch alle voller Motivation und Energie, aber die langen Abende, die natürlich perfekt zum lockeren Austausch und Kennenlernen der Jugendlichen waren, hatten ihre Wirkung. Also war nach wenigen Tagen auch Schlafmangel mit im Rennen.
Alle haben sich im Laufe der letzten drei Wochen die Kunst der „kleinen Pause“ angewöhnt.
Diese wird eingeleitet durch die Frage:
Wie mache ich in kurzer oder auch mal längerer Zeit eine möglichst entspannte Pause?
So haben sich da viele Optionen ermöglicht.
Mal ein Nickerchen im Zelt, in der Sonne baden, einfach mal Musik hören, alleine abwaschen, in der mitgebrachten Hängematten dösen, an einem gemütlichen Ort lesen, eine kalte Cola genießen, eine schnelle Zigarette (für einige), mit den Sternen träumen oder zusammen ins Zelt gekuschelt entspannen.
Im Laufe der letzten Wochen wurden diese kleinen Pausen kreativer und ausgedehnter.
Die Feldarbeit und Dienste wurden ernst genommen, aber die Kreativarbeit wurde doch vernachlässigt. Am Montagnachmittag soll ein Theaterstück vor den Eltern der botswanischen Jugendlichen uraufgeführt werden.
Thematisch handelt es sich um das Zusammenspiel von Landwirtschaft und den natürlichen tierischen Gegebenheiten.
Wir werden sehen wir der Zeitdruck aus den bisherigen Ideen ein fertiges Stück meistern wird.

Mein Fazit:
Wir haben bisher viel geleistet und sind sehr erschöpft.
An unseren freien Tagen haben wir Ausflüge gemacht, z.B. in das Buschcamp nach Kaziikini, dafür haben wir unser Zeltcamp auf Thari-E-Ntsho komplett eingepackt und am Rückkunftstag wieder aufgebaut.
So hatten wir tatsächlich nie richtig Zeit, mal länger zu entspannen.
Nun, wo das Gewächshaus soweit beendet ist, haben wir mal richtig viel Zeit für uns gehabt, konnten endlich mal lange schlafen, spät frühstücken, in die Innenstadt fahren … usw.
Aber auch stehen immer noch Ausflüge und die Dienste an, sodass einige dennoch ein bisschen Arbeiten müssen, damit der tägliche Ablauf klappt.
Einige konnten wesentlich besser entspannen als andere, bzw. in weniger Zeit für sich selbst mehr Energie tanken.

Jenny

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