Gamedrive

Auf den ersten beiden Touren durch die afrikanische Wildnis konnte ich Unmengen an Fotos mit meiner großen Spiegelreflexkamera schießen, die auf unserer Reise nun erstmalig zum Einsatz kam. Bisher reichten die Handys, das Tablet und die kleineren Kameras locker aus. Das lange 300 mm Objektiv macht die Kamera eher unhandlich und störend, wenn nicht fotografiert wird. Ich hatte mich zuhause schon gefragt, ob ich das sperrige Teil mit dem zugehörigen Rucksack überhaupt mitnehmen soll, schließlich nimmt dieser den größten Platz im Handgepäck ein.

Nach der Ankunft in Kaziikini und dem Aufbau der Zelte machten wir unsere erste Tour. Zunächst fuhren wir ein paar Kilometer die Schotterpiste entlang, um dann in den Busch hinein abzubiegen. Lothar fuhr das über zwei Tonnen schwere Geländefahrzeug, ich saß auf dem Beifahrersitz. Hinter uns saßen in zwei Reihen einige Teilnehmer. Die anderen fuhren mit Peter, einem seit 40 Jahren in Botswana lebenden Amerikaner mit botswanischer Staatsangehörigkeit, auf seinem offenen Pick-up. Die Jugendlichen hatten durch die erhöhte Position – alle standen auf der Ladefläche des ohnehin schon reichlich hohen Fahrzeugs – einen tollen Aus- und Überblick über die fantastische Landschaft, welche ganz den Vorstellungen entspricht, die wir von Afrika haben.

Die Fahrspuren der Trails sind kaum zu erkennen, aber Peter kennt die Gegend wie seine Westentasche. Es dauert auch nicht lange, bis Nr. One of the „Big Five“ gesichtet wird, ein riesiger Elefant, der ca. 500 m entfernt auf der hier etwas weitläufigeren Landschaft steht und zu fressen scheint. Wir sind noch weit genug entfernt und er scheint auch nicht sonderlich an uns interessiert zu sein. Wir fahren einen weiten Bogen und kommen ihm dabei langsam etwas näher. Aus größerem Abstand gelingt es mir mit dem Zoomobjektiv der Kamera einige tolle Bilder von ihm zu machen. Das Licht ist um ca. 17 Uhr in Botswana ideal dafür .

Dies Foto stammt von Vini, ist also nicht mit der Spiegelreflexkamera geschossen worden.

Wir fahren weiter und haben die Gelegenheit weitere Fotos zu schießen, Giraffen, Zebras und Impalas bekommen wir auch zu sehen. Tolle Motive, die Lust auf mehr machen. Zufrieden kehren wir ins Zeltcamp zurück. Vier von den „Big Five“ fehlen noch: Löwe, Nashorn, Leopard und Büffel.

Gut, dass ich mich für die Mitnahme der Kamera mit großem Objektiv entschieden habe!

Torsten

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