Kristel kommt rum

Kaffeepause im Café Resonanz nach einem frühen Start

Während mein erster Gedanke noch in die Richtung zielte, dass ich selbst bald nach Tallinn reisen und neue Büchereien, Kolleg*innen und Arbeitsweisen kennenlernen werde, merkte ich bald, dass es ebenfalls großen Spaß bringt, in Kiel die Gastgeberin zu sein. Lerneffekt inklusive. Kristel besuchte uns vom 8. bis 14. September. Hier folgen einige Eindrücke.

In einer englischsprachigen Stadttour entdeckte Kristel gemeinsam mit meinen Kolleginnen aus der Stadtbücherei, Judith und Steffi, Kiels Geschichte, Sehenswürdigkeiten wie das Rathaus und Bauprojekte wie den Kiel-Kanal.

Regelmäßig gehe ich den Weg zwischen Neuem und Alten Rathaus, doch die kleine Gedenktafel am Rande des ehemaligen Gängeviertels (heute Sparkassen-Arena und Europaplatz) war mir bisher nicht ins Auge gefallen. In den 1920er Jahren lebten dort in engen Straßen mit Namen wie „Bierträgergang“ oder „Schlachtergang“ mehr als 600 Menschen jüdischen Glaubens, von denen fast alle dem Nationalsozialismus zum Opfer fielen.

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